Wichern-Adventskranz in Lüneburg, Foto: Hueske
Was ist die Idee dahinter?
Unter dem Motto "Ein Licht anzünden für jedes Kind" wird vom 1. Advent an jeden Tag eine Kerze mehr leuchten. Der Kranz kann per SMS oder auch per Telefonanruf aktiviert werden. Im gleichen Zug spendet man einen kleinen Betrag für ein Projekt zur Unterstützung von Kinder und Jugendlichen in Stadt und Landkreis Lüneburg.

2008 startete die Aktion von evangelischer Kirche und Diakonie in Lüneburg. 2008 war das Jahr des 200. Geburtstags von Johann Hinrich Wichern, dem Gründervater der Diakonie und Erfinder des Adventskranzes.

Wie kam der Adventskranz auf dem Lüneburger Wasserturm?
Ein Projekt von Diakonie, Kirchenkreis und Wasserturm, technisch umgesetzt von Spotlight Lichtdesign.

Warum wurde der Adventskranz erfunden?
Ein dunkler Winter im Jahr 1839. Ungeduldig warten die Kinder in einem Hamburger Kinderheim auf das Christkind. Täglich fragen sie: “Wie lange noch?” Ihr Lehrer, Johann Hinrich Wichern, hat eine Idee. Der Gründer des Kinderheims und “Vater” der Diakonie stellt ein großes hölzernes Wagenrad in den Betsaal und schmückt es mit vielen Kerzen: große weiße für die vier Adventssonntage, kleine rote für die übrigen Wochentage. Jeden Morgen ruft er die Kinder zur Andacht. Und während sie singen, wird eine Kerze angezündet. Jeden Tag eine mehr, bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlt - heute leuchten in jedem Jahr vor Weihnachten Millionen von Kerzen.